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[Rezension] Clare, Cassandra – City of Bones (Chroniken der Unterwelt, #1)

August 13, 2010

Infos:

Autor: Cassandra Clare
Originaltitel: City of Bones
Reihe: Chroniken der Unterwelt
Genre: Fantasy
Preis: 17,95€
Seiten: 501
Verlag: Arena
ISBN: 978-3-401-06132-0
_______________
Hiermit bedanke ich mich herzlichst bei dem Arena Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Beschreibung:

Die fünfzehnjährige Clary lebt mit ihrer Mutter in New York. Als diese entführt wird, lüftet Clary das Familiengeheimnis: Ihre Mutter gehörte einst der Bruderschaft der Shadowhunter an, einer Gruppe, die seit über tausend Jahren Dämonen jagt. Nach und nach beginnt auch Clary in diese Welt einzudringen. Doch die Welt der Dämonenjäger ist zerrissen. Werden Clary und ihre Freunde es schaffen, ihre Mutter zu retten?

Rezension:

Bewertung:
Leider wurde ich bei diesem Roman schwer enttäuscht, auch, wenn soviele Rezensionen von diesem Buch schwärmen. City of Bones ist zwar kein Roman, von dem man ganz die Finger lassen sollte, meine Erwartungen sind doch sehr, sehr enttäuscht wurden!

Clarissa Fray, genannt “Clary”, hatte bisher ein sehr behütetes Leben. Ihre Mutter Jocelyn und sie wohnten seit ihrer Kindheit in einem schönen Künstlerviertel in New York, wo Clary auch mit Simon, ihrem besten Freund, aufwuchs.

Ihren Vater scheint Clary schon vor langer Zeit verloren zu haben: Ihre Mutter beharrte immer darauf, er wäre als Soldat gestorben und die Fragen, die Clary sonst stellt, wehrt sie ab. Und trotzdem: Sie bekommt immer wieder mit, wie sie über einer Kiste mit Erinnerungsstücken an ihren Vater (“Jonathan Christopher”) weint. In dieser Kiste befindet sich ein Foto von ihm, eine Haarlocke und ein paar Abzeichen.

Doch dann fingen die komischen Ereignisse an: Als Clary und Simon in das berühmte Pandemium (eine Disko) gehen, sieht Clary ein hübsches Mädchen mit einem blauhaarigen Jungen in einem Raum verschwinden. Kurz darauf sieht sie zwar Jungen mit einem Messer in der Hand den beiden folgen, was Clary sehr erschreckt: Da sie diesen blauhaarigen Jungen eigentlich süß fand, will sie ihm helfen und sagt Simon – der aber niemanden gesehen hat – er soll die Security Leute rufen. Sie sieht aber ein, dass er viel zu langsam in der vollen Disko vorran kommt, beschließt darauf also den vieren auf eigener Faust zu folgen.
Doch was sie da sieht, erschreckt sie umso mehr: Erst denkt sie, die drei gehen auf den blauhaarigen Jungen ohne Grund los, aber als er sich in ein “Monster” verwandelt und einer der beiden Jungen, die dabei sind, niederreißt – Jace – ist sie aufeinmal ganz ruhig.
Nachdem die drei den Dämonen – wie sie sagen – erledigt hatten, kamen sie zu Clary und redeten irgendwas davon, dass sie sich wundern würden, das sie sie sehen könnte (So etwas wie “Irdische können keine Schattenjäger sehen!”). Clary versteht garnichts mehr – Als die security Leute mit Simon auftauchen, sieht aufeinmal  niemand mehr etwas von dem Mädchen Isabelle und ihren beiden Kompanen, Jace und Alec.

Als Clary sich eines Tages mit ihrer Mutter heftigst streitet, weil diese unerklärlich in Urlaub will und Clary so zum Beispiel aus ihrem heiß geliebten Zeichenkurs rausholen will, verschwindet sie mit Simon und geht sich in einem naheliegenden Café Simons Freund, Eric, anschauen, der dort seine Gedichte vorträgt.
Als Jace dort wieder auftaucht, läuft sie ihm sofort hinterher und fragt ihn, was  hier los seie. Er lacht nur, sagt, er müsste sie mit ins “Institut” nehmen, doch als ihre Mutter gerade anruft und meinte, sie sollte unter keinem Falle nachhause kommen (sie hörte sich an, als wäre sie in Gefahr), packt sie die Panik.
Sie läuft weg und lässt Jace einfach so stehen, wobei sie aber ausversehen seinen “Sensor” mitgehen lies. Als sie an der Mietwohnung ankommt und schließlich die ihre Wohnung betritt, sieht sie, wie durcheinander ihre Wohnung ist – Alle geliebten Bilder ihrer Mutter, die sie gemalt hatte, waren in Streifen zerissen, Bilder wurden auf den Boden geschmissen und, und, und.
Clary sucht sofort die Wohnung nach ihrer Mutter ab, findet jedoch nichts, bis sie in ihr Schlafzimmer geht. Dort erwartet sie wieder ein Dämon, der sich über irgendetwas her macht, bis er sie entdeckt: Sofort will Clary die Flucht ergreifen, doch der Dämon – ein hässlicher kleiner “Kerl”, wenn man es so nennen will – erfasst sie und reißt sie zu Boden.
Aus Reflex steckt sie dem Dämon den Sensor in den Rachen, worauf er sofort erstickt. Leider kam sie nicht unverletzt aus dem Kampf heraus: Wie Jace, der sie später rettete, meinte, wäre sie mit sehr starkem Gift infiziert. Um sie zu retten, tut er etwas, was so nicht erlaubt ist: Er zeichnet ihr die Nephilim – Schattenjäger – Runen auf die Hand, worauf sie auch zur Schattenjägerin wird.

Da es in ihrer Wohnung nun nicht mehr sicher für sie ist, zieht sie mit Jace, Isabelle, Alec und Hodge in das Institut ein. Dort denkt sie ständig darüber nach, wie sie ihre Mutter retten soll: Sie ist bei dem blutrünstigen Valentin gefangen geworden.
So wie es sich herausstellt, ist Valentin – ein Schattenjäger, der alle Schattenwesen, auch die, die sich an den Vertrag halten, umbringen will, da er meint, die Welt würde nur für Mundies – also die Menschen geschaffen sein – Jocelyns Mann und so auch Clarys Vater. Jonathan Christopher soll ihr großer Bruder sein, den sie durch ihren Vater verloren haben soll.
Sie bekommt auch die Hilfe, die sie braucht: Um Valentin stürzen zu können oder wenigstens ihre Mutter zurück zu bekommen, muss sie den Kelch der Engel finden, den denjenigen, der von diesem trinkt zu einem Schattenjäger macht, finden, den Valentin im Besitz ihrer Mutter glaubt.

Ich hoffe, ich habe die Handlung einigermaßen gut zusammengefasst, denn die ist, denke ich, nicht so leicht zusammen zu fassen.
Der Grundriss der Geschichte war, finde ich, sehr gut. Schattenjäger die seit ihrer Kindheit böse Dämonen oder Schattenwesen, die sich nicht an das Abkommen halten (das heißt zum Beispiel Vampire, die Menschen töten usw.) töten. Man empfindet eine Art Sympathie für sie: Sie kommen dem Leser wie eine Art Retter vor, die die Menschen (In dem Buch werden wir oft Irdische oder Mundies genannt) und die Welt von ihnen befreien.
Doch trotzdem, man merkt auch, das manche Schattenjäger auch darunter leiden. So zum Beispiel Jace, der seinen Vater schon mit jungen Jahren verlor und darauf bei den Lightwoods – Also Alec, Isabelle und ihren Eltern – aufwuchs. Er ist einer der besten und jüngsten seiner Art, hat so also schon hunderte von Dämonen getötet. Er sagt aber zum Beispiel, er würde nur so erbarmunslos sein, weil er seit dem Tod seines Vaters  nichts mehr zu verlieren hatte.
Die eigentliche Handlung, die in der Welt der Schattenjäger spielt, hat mir auch noch relativ gut gefallen. Die Geschichte um das angeblich einzige lebendige Kind des berühmten Valentin und das Rennen um Jocelyns Leben. Außerdem hat die Geschichte auch einige… Überraschungseffekte, wobei mir aber einer überhaupt nicht zugesagt hat: Das Ende. Es scheint mir so an den Haaren vorbei gezogen, das ich einfach nicht damit klar komme. Wie ich denke, hat es auch einige logischen Fehler.

[Spoiler – ACHTUNG]

Am Ende heißt es, dass Valentin auch Jaces Vater ist (Jace soll die Abkürzung für “Jonathan Christopher” sein), was für mich aber einfach nur absurd klingt.
Als Clary Jace wieder findet, meint Valentin, er hätte sich als Michael Wayland – also Jaces eigentlicher Vater – ausgeben und dann so getan, als wäre er tot und ist dann in der Versenkung verschwunden, da jemand ihm gedroht hatte, ihn zu verraten (Was für mich auch sehr logisch ist, da Valentin garnicht wusste wer diesen Brief geschrieben hatte und deswegen auch nicht wusste, ob er Angst haben muss – Für mich passt das einfach nicht zu dem Mann, den Frau Clare uns so “furchtlos” beschrieben hat). Außerdem scheint Jace in dieser Szene/diesen Szenen so fanatisch, so, als hätte Valentin ihm das nur eingeredet. Was für mich außerdem noch dagegen spricht ist, das Valentin als er Hodge den Kelch abnimmt meinte, “Jace wird dahin kommen, wo auch Michael Wayland ist”. Ist es da nicht logischer zu glauben, er würde sterben, genau so wie sein angeblicher Vater?

Außerdem wird erst erzählt, das Valentin Jonathan Christopher mit seinen Großeltern verbrannt hatte, was für mich auch viel plausibler klang. Luke – ein Werwolf der sich in Jocelyn verliebte – meinte, ihre Mutter hätte die Knochen ihres eigenen Jungen in der Hand gehalten, was aber nicht von Valentin erklärt wird.
In dem Buch heißt es nur, er hätte sich mit dem Jungen aus dem Staub gemacht und ihn auf einem abgelegenen Landhaus in dem Schattenjägerland IDRIS großgezogen.

Okay, geht man davon aus, das Valentin also wirklich Jace Vater ist, was ist dann mit Michael Wayland? Wo ist er gelandet und wieso hat Valentin es geschafft, sich als ihn auszugeben? – Wenn er doch eigentlich ein sehr berühmter Mann, durch seinen Kreis (der sich gegen die Schattenwesen wendet) usw. ist?

Für mich kommt es einfach so rüber, als hätte Frau Clare sich das Ende wirklich nicht gut durchdacht. Oder hat Frau Clare es so gedacht, das der Leser selber darauf kommt, das es eigentlich garnicht stimmen kann? 😉 Ich habe mir mal die nächsten Inhaltsangaben angeguckt, wo nirgends die Rede davon war, das sie irgendwie zweifeln – immer heißt es, “Clary ihren Bruder Jace” usw.  Ich kann mich darin natürlich auch irren, aber in den nächsten Beiden Inhaltsangaben ist von NICHTS die Rede (Für mich jedenfalls wäre es ein so “wichtiger” Teil der Geschichte, das er in die Kurzbeschreibun gehört!):

City of Ashes Inhaltsangabe (zweiter Band):

Clary wünscht sich ihr normales Leben zurück. Doch was ist schon normal, wenn man als Schattenjägerin gegen Dämonen, Werwölfe, Vampire und Feen kämpfen muss? Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als der Unterwelt den Rücken zuzukehren. Doch als ihr Bruder Jace in Gefahr gerät, stellt sich Clary ihrem Schicksal – und wird in einen tödlichen Kampf gegen die Kreaturen der Nacht verstrickt.

City of Glass (dritter Band):

In Idris sind düstere Zeiten angebrochen. Als Valentin sein tödliches Dämonenheer zusammenruft, gibt es nur eine Chance, um zu überleben: Die Schattenjäger müssen ihren alten Hass überwinden und Seite an Seite mit den Schattenwesen in diesen Kampf ziehen. Um Clary vor der drohenden Gefahr zu schützen, würde Jace alles tun – doch dafür muss er sie erstmal verraten …

(Falls jemand denkt, ich läge falsch oder kann mich berichtigen – sagt es bitte! Ich will hier nichts falsches sagen ;))

[/Spoiler ENDE]

Was die Charaktere hingegen angeht, muss ich Frau Clare ein riesiges Lob aussprechen. Man kann sich Isabelle, Alec, Clary und vorallem Jace sehr gut vorstellen, wie sie aussehen und wie sie zum Beispiel gemeinsam auf die Party von Magnus Bane gehen.
Clary und Jace Beziehung hat mir am Anfang sehr gefallen. Ich habe wirklich gedacht, die beiden hätten sich in einander verliebt, aber naja, da kam mir ja das Ende in die Quere. Was ich aber trotzdem toll fand, das man am Anfang direkt gemerkt hat, wie Jace sehr viel für Clary getan hat. Er kannte sie kaum, half ihr aber trotzdem von dem Ravener, der sie in ihrer Wohnung angefallen hatte, weg, machte sie zu einem Schattenjäger, brach mit ihr in ein Vampirversteck ein und weitere Dinge, die ihm eigentlich sehr viel Ärger einbrachten – Ihm machte es anscheinend nichts aus.
Am Ende merkt man ja selber, wie Isabelle meinte, wie anders Jace in Clarys Nähe wäre. Jace ist ja eigentlich ein ziemlich egoistischer, selbstverliebter Typ in der Nähe von anderen, aber wenn die Beiden alleine sind oder Clary dabei ist, scheint er noch etwas “netter”. Das kann man vielleicht wie ich, auf Liebe interpretieren oder, ich will nicht jedem die “Überraschung” nehmen, auf die Sache, die mich am Ende so aufgeregt hat.

Der Schreibstil hat mir auch nicht immer zugesagt, da er manchmal sehr abgehackt ist. Er wechselt manchmal die Perspektive – Also es wird nicht immer nur von Clary in der Erzählerperspektive erzählt -, womit man sich aber stellenweise noch besser in die anderen Charaktere hineinversetzen kann.

Mein Fazit:

Das Buch City of Bones ist zwar nicht schlecht, aber auch nicht gut – dennoch würde ich es keinem empfehlen (Man kann es zwar lesen, der Genuss war es für mich im Endeffekt doch nicht). Ich weiß nicht, ob ich die folgenden Teile lesen werde, da ich denke, dass ich meine Zeit besser verschwenden kann.

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9 Comments leave one →
  1. August 13, 2010 2:11 pm

    Ich war auch nicht so begeistert, trotzdem werde ich wohl irgendwann mal die anderen zu lesen, um zu sehen, ob mich die Trilogie (inzwischen Reihe) doch noch überzeugen kann. Schließlich sind sehr viele Leser ja begeistert.

  2. umblaettern permalink
    August 13, 2010 3:32 pm

    Ist es nicht normal, wenn man eine Reihe schreibt und nicht am Ende eines Buches alle Fragen beantwortet? Der ganze Witz an The Mortal Instruments ist doch diese Clary-Jace-Sind sies oder sind sies nicht-Sache ^^

  3. booksloverin permalink
    August 13, 2010 4:12 pm

    Ich stimm Holly zu ;D

  4. umblaettern permalink
    August 13, 2010 6:17 pm

    *SPOILER* (für die, die das Buch nicht kennen)

    Es zweifelt ja auch niemand daran, dass Jace und Clary Geschwister sind. Jace ist bei Valentin aufgewachsen, seit er ein Baby ist. Er hat keinen Grund, nicht zu denken, dass Valentin sein Vater ist. Clary hat ihren Vater nie gekannt, sie weiß, dass ihre Mutter mit Valentin verheiratet war und mit ihr schwanger war, als sie mit ihr geflüchtet ist. Außerdem kennt sie ja das Kästchen mit Jace Initialen. Keiner von ihnen zweifelt je daran, dass die beiden Geschwister sind und die, die wissen, was Sache ist, werden den Teufel tun und die Sache klären. ^^
    Der einzige, der zweifelt (oder zweifeln will), ist der Leser. Und das ist das, was den Reiz der Reihe für mich ausmacht. Dass man will, dass es nicht wahr ist und dass man immer wieder nach Hinweisen sucht, weil man _will_, dass Jace und Clary zusammen kommen und das geht nur, wenn sie _keine_ Geschwister sind.

  5. August 14, 2010 9:39 pm

    Holly hat damit alles gesagt, was gesagt werden muss, Amen 😉

  6. August 15, 2010 12:09 pm

    @ All: Ich stehe zu meiner Meinung, ich fand das Buch einfach nur mittelmäßig^^ 😉

  7. August 15, 2010 4:14 pm

    Beim 3. Band löst sich sich alles auf, lasst euch überraschen !!!!

  8. Katja permalink
    August 17, 2010 11:42 am

    Also für die, die den ersten Band schon nicht so rosig fanden, würde ich den zweiten und dritten Band nicht empfehlen. Ich fand den ersten nämlich wirklich gut, die beiden Folgebände aber enttäuschend. 😉

  9. August 19, 2010 10:57 pm

    Also ICH fand die ganze Reihe einfach nur bombastisch und freue mich auf Teil 4,5, und 6 😀
    Und auch die Chroniken der Schattenjäger werde ich lesen, ganz bestimmt! Ich steh ja auf so Zeugs ^^

    Diese ganze Geschwister oder nicht Geschwister Geschichte hat mich zwischen den Büchern total irre gemacht. Oh Gott, was hab ich mit Clary gelitten… und mit Simon, der arme Kerl 😦

    Tolles “Popcorn Kino” im Buchformat, meiner Meinung nach 😉

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