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[Rezension] Borlik, Michael – Nox: Das Erbe der Nacht

July 25, 2010

Infos:

Autor: Michael Borlik
Originaltitel: /
Reihe: /
Genre: Fantasy, Liebe/Romantik
Preis: 16,90€
Seiten: 474
Verlag: Thienemann
ISBN: 978-3-522-20115-5
_________

Hiermit bedanke ich mich herzlichst bei der WILD Buchhandlung für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Beschreibung:

Unsere Welt wird bewohnt von Menschen und den Kindern der Nacht Hexen, Werwölfen und Vampiren. Der Rat der Nox wacht über das empfindliche Gleichgewicht zwischen Gut und Böse. Und Tara stellt eine Bedrohung für dieses Gleichgewicht dar, denn in ihr vereinen sich zwei der drei Blutlinien der Nacht. Als der Halbdämon Sky ihr einen Weg anbietet, sich aus dem Schatten der Prophezeiung, der über ihr liegt, zu lösen, greift Tara mutig zu. Sie hat nichts mehr zu verlieren. Und der Weltuntergang muss verhindert werden koste es, was es wolle …

Rezension

Bewertung:
“Nox: Das Erbe der Nacht” ist ein wirklich fabelhaftes, dämonisches Buch, das einen zum Teil zwar sehr verwirrt, aber das einen von der ersten bis zur letzten Seite total einnimmt und nicht loslässt!

Tara und ihre Eltern sind seit der schrecklichen Prophezeiung Evelyn Gramstones nur noch auf der Flucht. Gramstone sagte bei Taras Geburt hervor, da sie bei der Geburt Taras Mutter durch das Vampirblut und das Magierblut was durch sie (und später auch Tara) floss, geschwächt war, dass Tara für Liliths Rückkehr sorgen würde.

Vor ungefähr 500 Jahren gelang es einem Dämonenfürsten – Asmodis – ein Portal aus seiner Welt in die sterbliche Welt zu öffnen, womit er einen schrecklichen Krieg auf der Welt entbrannte. Zu der Zeit erfuren Dämonen und Engel allzu menschliche Gefühle: Verlust, Schmerz und Trauer.
Lilith war ein Engel und Lucius ein Dämon, doch es passierte etwas, was eigentlich nicht passieren sollte: Lilith und Lucius verliebten sich. Und so wurde Lilith zu einem gefallenem Engel. Gemeinsam wollten die Beiden den Krieg beenden und vermischten ihr beides Blut miteinander, was Lilith die Macht gab, neues Leben zu erschaffen.
Lilith suchte sich auserwählte Menschen, die sie mit ihrem Blut besondere Fähigkeiten verlieh: Unsterblichkeit, übermenschliche Kräfte und Mage. So entstanden Kreaturen, die sich “Die Kinder der Nacht” nannten – Hexen, Vampire und Werwölfe.
Nachdem sie diese Kreaturen erschaffen hatte, wurde sie vom Dämonen die ihr nicht vertrauten überwältigt und schließlich getötet. Doch der Krieg war zu diesem Zeitpunkt schon sehr weit fortgeschritten: Die Dämonen waren schon sehr geschwächt und die Engel fanden das Portal, das Asmodis einst öffnete. Sie zerstören es und so entstand eine gewaltige Explosion, die Rom (derzeit das Zentrum der Welt) und die letzten Dämonen zerstörte.

So blieben die Kinder der Nacht zurück und bildeten frei voneinander ihren eigenen Willen, was fast wieder zu einem Krieg geführt hätte. Er konnte dennoch im letzten Moment aufgehalten werden: Durch den Rat der Nox, ein Bündnis von Menschen, Vampiren, Hexen und Werwölfen, die die friedliche Koexsistenz zwischen den Völkern aushandelten.

Tara wird seit sie klein ist von Bluthunden des Clans verfolgt, die nicht wollten, dass sie für die Rückkehr Liliths sorgte. Aber das ist genau das, was sie nicht wollte – Doch als sie eines Tages nachhause kommt und ihre Eltern nicht mehr da sind, wird sie unwiderruflich in ein anbrechendes Chaos gezogen.
Nachdem sie ihr Haus nach ihrem Eltern durchsucht, erscheint ihr ihre scheinbar tote Oma Gramstone. Gramstone will die Prophezeiung zuende bringen und braucht dafür Tara, die sich aber dagegen weigert. So zieht sie unwiderruflich den Zorn ihrer Oma auf sich, die sie beinahe getötet hätte.
Doch in der letzten Sekunde wurde sie von dem mürischem Halbdämon Sky gerettet. Sky, der ihr im ersten Moment nur wegen deines “selbstsüchtigen” Grundes helfen will, bringt die beiden auf den richtigen Weg Gramstone – und so die Prophezeiung, die Liliths Rückkehr verkündet und somit auch das “Ende” der Welt – aufzuhalten und zu vernichten.
Auf ihrem Weg finden sie dann noch zwei treue Gefährten – Danny und Taylor, wobei Danny ein Mensch und Taylor ein Werwolf ist, der Danny aus seinem elendem Leben befreit hatte.
So gehen die vier ihren Weg und versuchen, Gramstone zu behindern und stoßen dabei auf viele Hindernisse. Und natürlich sind die Dinge nicht so, wie sie auf den ersten Blick scheinen.

Die Handlung wird außerdem ein “aufgeteilt”. Es gibt weiße und schwarze Seiten, wobei die weißen Seiten immer in der Sicht von Tara erzählt werden und die schwarzen die Sichten von verschiedenen Personen schildern. Man versteht leider nicht immer genau, wer es ist der da nun spricht und findet es im Laufe nur wirklich heraus, wenn man sehr gut aufpasst. Dennoch fand ich die Idee sehr gut: Man wusste meistens zwar was das “Böse” im Schilde führte, aber nie soviel, dass das Buch an Spannung verlor. Man wusste manchmal zwar mehr als Tara, Taylor, Danny und Sky, aber wie gesagt: Dies tut dem Buch nie einen Bruch ab.
Die Handlung ist für mich einfach nur bezaubernd. Die Vorfahren der Kinder der Nacht sind für mich sehr interessant, und ich finde es sehr gut, das man mal einen Exsistensgrund der Hexen, Vampire und Werwölfe bekommt und nicht wie in den meisten Fantasybüchern einfach nur gesagt wird, das es sie gibt.
Auch der Verlauf der Geschichte ist sehr gut. Es passiert immer etwas, was einen überrascht und so baut sich eine unglaubliche Spannung über das ganze Buch auf. Ich habe es in einem Tag gelesen, also konnte ich es kaum aus der Hand legen!
Was mir aber sonst auch noch an dem Buch gefallen hat, ist, das man die Freundschaft und die Liebe zwischen den verschiedenen Charakteren … fast hautnah erlebt. Ich weiß nicht recht, wie ich das beschreiben soll, aber ich finde, dass man regelrecht merkt wie sie zusammenwachsen und wie sich – ich will nichts verraten – bestimmte Charaktere in einander verlieben.

Doch was dem Buch leider ein Herz gekostet hat, war auch leider die Handlung: Auch wenn die Handlung für mich zwar eine der orginellsten Handlungen ist, die ich je in einem Buch gelesen habe, ist sie sehr verwirrend. Man muss, leider, um manches zu verstehen, manches zwei, drei mal lesen.
Dies setzt zwar nicht sofort ein, die ersten 100-200 Seiten (ich kann dies nicht genau einschätzen) geht es noch, aber nachdem sich so langsam die Karten aufdecken, muss man sich schon sehr konzentrieren, um alles wirklich zu verstehen und nicht sofort zu vergessen. Zum Beispiel:

[Vorsicht: Spoiler]

Als Sky nach seinem Verrat wiederkam, fragen ja alle seine Freunde, wieso er dies getan hat. Er erzählt wieso und dabei erzählt er auch Sachen, die die vier eigentlich noch garnicht wussten (Über die angebliche Gramstone, Lilith und so weiter). Was mich dabei störte ist, dass er dies eigentlich sehr schnell macht und der Leser so das Gefühl hat, das ihn die Informationen erschlagen.
So kann man sich kaum was merken und vergisst alles relativ schnell wieder, wenn man sich nicht wirklich anstrengt dies alles zu behalten. Und ich glaube, das liegt nicht an mir – da  ich mir sonst gut Sachen merken kann 😉

[Spoiler Ende]

Dies hätte Herr Borlik meiner Meinung nach viel besser machen können. Das Buch ist schon so gut und so kann man eigentlich darüber wegsehen, aber ich finde trotzdem, dass der Herr die Informationen entweder besser rüberbringen hätte, oder besser aufteilen können.

Der Schreibstil ist für mich einfach nur toll. Er ist einfach und schlicht, aber bei dem Schreibstil habe ich keine Pasagen gehabt, in dennen ich irgendwelche Textzeilen überspringen wollte, weil die Beschreibungen so lange waren.
Aber auch in den Situationen, wo längere Beschreibungen benötigt sind, sind sie dann genau perfekt. Außerdem finde ich Broliks “Metaphern” toll, wie ihr an den beiden nächsten Auszügen sehen werdet (Schwarze und weiße Seiten):

Weiße Seite (Ich-Erzähler):

Zitat S. 8 Z.1-13: Ich war tot. Nicht wirklich. Ich fühlte mich nur so. Seit vier Uhr früh war ich auf den Beinen und die sechsstündige Zugfahrt gab mir gerade den Rest. Das dumpfe Rauschen des Fahrtwinds, der sich am Zug rieb, machte mich schläfrig, sodass mir immer wieder die Augen zufielen. Ich fühlte mich erschöpft, antriebslos. Meine Hände zitterten. Am liebsten hätte ich auf der Stelle losgeheult, aber diese Schwäche durfte ich mir nicht auch noch geben.
Ich zwang mich, die Lider offen zu halten und starrte auf den leeren Sitz gegenüber. Königsblau. Doch kein Muster, dem ich mit dem Augen hätte folgen können. Keine Ablenkung. Doch es gab noch einen anderen Weg, mich wach zu halten.

Schwarze Seite (Allwissender Erzähler):
Zitat S.5 Z.1-12:

Seit Anbeginn der Zeit tobt in den Dimensionen des Himmels und der Hölle ein immerwährender Kampr zwischen Gut und Böse, zwischen Engeln und Dämonen. Ein Krieg, der beide Seiten zu ewiger Grausamkeit verdammt und niemals einen Sieger kennen kann, denn die Krieger des Himmels wie auch der Hölle sind unsterblich.
Doch vor fünfhundert Jahren gelang es einem Dämonenfürsten Asmodis, ein Portal in die Dimension der Sterblichen zu öffnen, und er trug den Krieg in unsere Welt. In eine Welt, in der alles vergänglich ist, und zum ersten Man begegneten Engel und Dämonen dem Tod.

Ich weiß, einfach, aber irgendwie hat es mir sein Schreibstil angetan.

Mit den Charakteren Tara, Taylor, Danny und Sky hat Herr Borlik sehr schöne Charaktere, die man sich wirklich gut vorstellen kann, erschaffen.
Wie oben schon erwähnt, kann man durch das ganze Buch spüren, wie sich die Freundschaft der vier entwickelt und auch wie sie über die ganzen Hürden gemeinsam kommen – Auch, wenn Taylor und Danny vielleicht nichts mit dem Krieg zutun haben, wollen sie Tara helfen.
Nun gut, zwar würde es zwar die ganze Welt etwas angehen, aber da nur Sky und Tara direkt einbezogen sind, beweißt das so zum Beispiel die wahre Freundschaft der vier.
Außerdem sind die Charaktere sehr eingesinnig. Tara zum Beispiel, lernt man auch schnell zu lieben, weil sie sehr liebevoll ist und sich um Sky – der zum Beispiel immer behauptet, nicht mit ihnen befreundet zu sein, zumindestens am Anfang – und Co. sorgt. Selbst Sky, der einem wahrscheinlich manchmal mit seiner abweisenden Art auf die Nerven gehen sollte, lernt man auch sehr schnell lieb zu haben 😉
Ansonsten hat Borlik mich auch durch die anderen Charaktere überzeugt: Egal welcher, man kann sich ihn immer sehr genau vorstellen!

Mein Fazit:

“Nox: Das Erbe der Nacht” ist ein wirklich bezauberndes Buch, das man gelesen haben muss!

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