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[Sonstiges] Das Mysterium der deutsch-englischen Buchnamensänderung

July 20, 2010

Ihr kennt das bestimmt – ihr wartet auf die deutsche Ausgabe eines englischen Buches und seit dann total überrascht, gar enttäuscht über die Änderung des Buchnamens. So geht es mir jedenfalls sehr oft.
Nicht so wie zum Beispiel bei der House of Night-Reihe wo die deutschen den englischen Titeln ja sehr nahe sind, sind für mich die meisten übersetzten Titel einfach nur fraglich.

Da hätten wir das Beispiel des englischen Romanes “Dear John” von Nicholas Sparks und der deutschen Übersetzung in dem Namen “Das Leuchten der Stille”.
Wieso haben die Verlage den Namen nicht behalten? Dear John kann man ja eigentlich auch im deutschen sehr gut auf das Buch übertragen, weswegen für mich eine Übersetzung/Namensänderung unnötig ist.
Aber eben dieses “Das Leuchten der Stille” ist für mich nicht übertragbar. Okay, das Buch subbt bei mir noch und deswegen habe ich nur den Film gesehen, aber trotzdem: Wer die Story von “Dear John” kennt, kann mir bestimmt zustimmen, dass dieses “Das Leuchten der Stille” nicht so gut zu dem Buch passt, wie “Dear John”. Für die die die Story kurz zusammengefasst haben, tue ich dies einmal: In dem Buch geht es um ein Mädchen, das in ihren Semesterferien einen beurlaubten Mann namens John kennenlernt. Die beiden verlieben sich, doch John muss wieder zur Army: Und dann schreiben sich die beiden immer wieder Briefe, worauf eben dieses “Dear John” zurück zuschließen ist. Nach kurzer Zeit und nachdem John sich weiter verpflichtigt hat, findet sie einen anderen Mann und schreibt ihm erst später wieder (mehr will ich jetzt nicht verraten).

So geht es mir auch mit Rick Riodarns “Percy Jackson – Diebe im Olymp”: Hier ist der Titel zwar nicht so schlimm, aber eben dieses “The Lightning Thief” des englischen Titels ist noch logischer. In dem Buch geht es ja darum, dass ein Typ Zeus Blitz stiehlt und Percy diesen Fall aufdecken muss, als Poseidons Sohn – da er selber beschuldigt wird.

Was sagt ihr dazu? Könnt ihr noch mehr unlogische Titeländerungen auflisten?

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7 Comments leave one →
  1. July 21, 2010 10:01 am

    Ich denke viele Titeländerungen (gleiches gilt für die Cover) haben einfach was mit Marktforschung und was sich angeblich besser verkauft zu tun. Ab und an gibt es vllt auch rechtliche Probleme, wer weiß, vllt hat irgendwer den Buchtitel “Lieber John” schon patentiert… außerdem wäre “Lieber John” im Deutschen sogar zweideutig. Oder der Kinofilm kam vor VÖ des deutschen Buches und hieß halt schon so. Da gibt es oft so viele Gründe, die da mit reinspielen.
    Solange die Titel noch Sinn machen, also zum Buch passen, und nicht total 0815 klingen, finde ich es nicht so schlimm. Dumm finde ich dagegen einem englischen Buch im deutschen einen ANDEREN ENGLISCHEN Titel zu geben. Bestes Bsp.: Beautiful Creatures, wird auf Deutsch 16 Moons heißen. Das passt inhaltlich zwar sehr gut, aber 16 Monde hätten es genauso getan. Klang ihnen vllt nicht hip genug.
    Wenn wir schon bei Sparks sind, blöd finde ich, dass aus The Notebook “Wie an einem einzigen Tag” gemacht wurde, der englische Titel ist viel prägnanter, der deutsche klingt wie eine Wischiwaschiphrase, die ich immer total schnell vergesse.
    Den deutschen Percy Jackson Titel finde ich nicht so schlimm, inhaltlich stimmt der ja noch überein und “Der Blitz-Dieb” klingt auch ein bisschen doof und ist nicht so eindeutig.

  2. July 21, 2010 3:25 pm

    Ob es nun mit Marketing zusammenhängt oder nicht…
    Ich muss zugeben, dass es mich ganz gering nur stört, dass die Titel im Deutschen geändert werden. Was mich aufregt, sind Titelverfälschungen.

    Bei Frauenromanen ist das dann immer total schlimm. Becky von Mandarin Peach und ich nenen das immer “Griff ins Klo”. Wie kann man zum Beispiel aus “Heaven Texas” -> “Der und kein anderer” machen? Äh, blöd?!
    Bei Nicholas Sparks stört mich das nicht so sehr, da klingen die deutschen Titel ja wenigstens gut, auch wenn sie meistens den Kern des Buches nicht treffen.

    Aber das ist ja nicht nur bei Büchern so. Wenn man mal ins TV-Programm geht… siehe Sat1. Viele (deutsche) Filme haben einfach nur bescheuerte Titel.
    Heute 20:15 Uhr: “Mit Herz und Handschellen.”
    Wer denkt sich so einen Mist aus? Ich weiß es nicht o_o

    Von daher schlage ich auch immer die erste Seite im Buch auf und lese mir den englischen Titel durch, bevor ich das Buch lese. Aber ändern können wir leider nichts an diesem Dilemma.

    Die Stadt auf den Fotos ist übrigens Dresden.
    Und ja, ich könnte dir beta lesen – wenn es nicht 30 Seiten die Woche sind -, aber mach dich auf sehr harte Kritik gefasst. (10 Betaleser finde ich sehr ehrgeizig, ich bin froh, wenn meine Sachen DREI Leute gelesen haben, LOL. Vielleicht war ich auch immer zu schlecht.) Was ist es denn für ein Genre, damit ich schon mal meine “Genre Vorurteile” ausbuddeln kann? ;D

    • July 21, 2010 3:30 pm

      “Der und kein anderer” ist ein gutes Beispiel für so einen 0815 Titel. Das sagt null aus und bleibt nicht hängen. Außerdem hat man das Gefühl schon mal von 5 anderen Büchern/Filmen gehört zu haben, die so heißen.

      • July 23, 2010 8:59 am

        Das letzte Buch, was ich gelesen habe, lautete “Hummer zum Dinner”… Toll, dass in dem Buch weder ein großartiges Dinner, noch ein Hummer vorkam.

        Aber du hast Recht, viele Titel bleiben nicht im Kopf und haben absolut nichts mit dem eigentlichen Inhalt zu tun.

  3. July 22, 2010 1:54 pm

    Deutsche Titel laufen generell besser als englischsprachige, das ist jedenfalls oftmals so, wenn das Zielpublikum über 30 bzw. 40 ist. Anscheinend traut man dieser Leserschaft keinerlei oder nur wenig Englischkenntnisse zu ;o)

    Die Leserschaft von Herrn Sparks ordne ich mal in dieser Zielgruppe ein. Die Hausfrau von nebenan kann vielleicht nicht so viel mit Dear John oder The Notebook anfangen und bedarf eines blumigen Titels wie Das Leuchten der Stille, um an den Herd, äh, den Buchrücken gelockt zu werden.

    Bei Stephen King ist die Titelverstümmelung besonders schlimm. Es gibt kaum ein Buch, das nicht irgendwie verunstaltet wurde. Misery/SIE oder Durma Key/Wahn, wobei dann wieder bei Titeln wie Duddits/Dreamcatcher Ausnahmen gemacht wurden, was keiner begreift. Einmal ins Rotieren gekommen, wird oftmals alles daran gesetzt, eine gewisse Stilrichtung beizubehalten. Bei King war/ist es der Titel, der meist nur aus einem Wort bestehen darf: SIE, ES, TOT, WAHN, PULS, LOVE, SARA, DOLORES, CUJO oder GLAS (vollkommen blödsinnig). Bei Sparks sind es neben den ähnlich klingenden Titeln auch die Buchcover, die allesamt irgendwie in der selben pastellfarbenen Richtung gehen und stets Himmel, Veranden oder Schaukelstühle oder ähnlich romantisches zeigen. Oder schau dir die Cecelia Ahern Romane an – immer Himmel und Wolken. Gähn.

    Schaut man sich den amerikanischen Markt an, sind die oftmals viel einfallsreicher, was Buchcover angeht. Mittlerweile hat es sich im deutschen Raum gebessert, was wohl dem Fantasy oder Gestaltwandler Boom zu verdanken ist, die einfach ein phantastisch anmutendes Cover benötigen und sich dadurch auch besser verkaufen, aber bei langweilig gestalteten Büchern wie Kings LOVE – einfach nur schwarz und in gelben Blockbuchstaben der Titel – macht es sich ein riesiger Publikumsverlag wie Heyne zugegeben sehr leicht. Schade irgendwie, denn das Auge liest ja irgendwie mit ;o)

    • July 23, 2010 7:10 pm

      Ja, das stimmt bestimmt, aber auch wenn das etwas ältere Klientel diese Titel mehr mag könnten sich die Verlage immerhin mit den deutsch/englischen mehr Mühe geben, oder? 🙂 Vielleicht mehr an das englische halten oder so.

      Über die Sache mit den Buchcovern kann ich ihnen einfach nur zustimmen! Auch ein Punkt, über den ich mich regelmäßig aufrege.

  4. July 22, 2010 6:09 pm

    Nahezu alle deutschen Bücher von Meg Cabot haben absolut unlogische, bekloppte und völlig unpassende Titel im Vergleich zum Original. Das gilt allerdings auch für fast alle Cover, leider.

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