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[Rezension] Harrison, Michelle – Elfenseele: Zwischen den Nebeln (Elfenseele, #2)

July 13, 2010

Infos:

Autor: Michelle Harrison
Originaltitel: Thirteen Curses
Reihe: Elfenseele
Genre: Fantasy
Preis: 17,90€
Seiten: 542
Verlag: Loewe
ISBN: 978-3-7855-6730-2

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Hiermit bedanke ich mich herzlichst bei dem Loewe Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Beschreibung:

Endlich ist es Red gelungen, einen Weg ins Elfenreich zu finden. Sie will ihren Bruder James befreien, der als Baby von Feen entführt wurde. Auf ihrem Weg zum Königshof der Elfen begegnen ihr Gefahren, wie sie sie in ihren schlimmsten Albträumen nicht gesehen hat, doch sie findet auch Verbündete, wo sie sie am wenigsten vermutet.
Aber James‘ Freiheit hat ihren Preis: Red lässt sich auf einen Handel mit dem König der Elfen ein, der sie das Leben kosten könnte. Gemeinsam mit ihren Freunden Tanya und Fabian macht sie sich in der Menschenwelt auf eine gefährliche Suche. Sie ahnt nicht, dass der König ihr eine Falle gestellt hat, der sie nicht entrinnen kann.

Rezension:

Bewertung:
Elfenseele: Zwischen den Nebeln ist ein Buch von Michelle Harrison, das auf einer Reihe – genannt “Elfenseele”, basiert. Die Elfenseelen-Romane basieren nicht aufeinander, was dem Leser ermöglicht, sie in einer beliebigen Reihenfolge zu lesen. Harrison überzeugt mit diesem Buch durch ihre etwas andere Ansicht von Elfen und Co. und erzeugt so dennoch eine märchenhafte Geschichte!

(Achtung, die Rezension könnte eventuell minderwertige Spoiler erhalten!)
Red – eigentlich genannt Rowan, ein Name, der zu einem Jungen und zu einem Mädchen passt, was sie einige Male nutzt – verliert in jungem Alter ihren kleinen Bruder, James, an Elfen. Sie kann sie schon immer sehen – selbst, als sie dabei war wie ihre Eltern bei einem Autounfall sterben und sie und James in einem Waisenhaus landen und dort darauf warten, dass ihre Tante Primrose – oder auch “Rose” – sie aufnimmt.
Doch als Rose sich nun endlich aus einer Auslandsreise meldet, ist alles zu spät. Genau in der Nacht, nach der Red und James eigentlich nach London reisen sollten, taucht ein Elf mit seinen Kompanen auf und stiehlt James. Aber nicht, nachdem Red sich natürlich gegen ihn wehrte und versuchte, ihren Bruder zurück zu bekommen, ohne Red ein kleines “Andenken” an ihn zu hinterlassen. In Harrisons Roman sind Elfen nicht diese süßen, kleinen Männchen und Weibchen, die Fröhlichkeit verbreiten, sondern heimtückische Biester die einen, wenn man nicht aufpasst, auf das Ohr legen oder eben kleine, unschuldige Kinder stehlen und sie, aber nicht in dem Fall von Red, manchmal sogar gegen “Wechselbälger” tauschen. “Wechselbälger” sind Elfenkinder, die ihren Eltern weggenommen wurden oder kranke Kinder, die von ihren Eltern ausgestoßen wurden und sich von dem Moment an wie das Kind, was gestohlen wurde, verhalten.
Nachdem der Elf mit ihrem Bruder verschwunden war und sie verstanden hatte, dass es keine Möglichkeit gibt ihn jetzt zurück zu holen, gibt sie sich erst einmal damit zufrieden, bis sie entschließt, abzuhauen. Sie weiß, dass niemand ihr glauben würde – Und beschließt, das es so besser ist, also, dass sie alleine nach ihrem Bruder sucht.
Als sie dann irgendwann mit Tanya, die Enkelin von der liebenswerten Florence, die die Besitzerin des Gasthofes Elvsden Manor, den Platz tauscht, als sie droht in das Elfenreich zu verschwinden ihren Platz einnimmt, ist sie ihrem Bruder schon wieder ein Stück näher. (Info: Wenn jemand in einen Elfenkreis o.a. geht, muss man sich “anbieten” um die Person zu befreien. Geht man aus freien Stücken in die Elfenwelt, kann man nicht so leicht wieder zurückkehren, wird man ungewollt hineingezogen, kann man “ohne” Probleme mit z.B. einem Wächter entkommen!)
In dem Buch laufen also ab da zwei Geschichten nebenher, die beide irgendwie ineinander verknüpft sind. Nell, die Florence hilft, ist ganz vernarrt in ihren General Caver (ein Papagei), der ihr aber eines nachts in den gefährlichen Wald in der Nähe des Elvsden Manors entwicht.
Warwick, Fabians (Ein Junge, der mit in Elvsden Manor lebt) Vater, der Nell zwar nicht leiden kann, macht sich Sorgen um sie und so folgen auch Fabian und Tanya Warwick, inklusive Oberon, Tanyas Hund. Nach langem Suchen stoßen sie auf Nell. Nur Tanya, die auch genau wie Red das zweite Gesicht hat, kann sehen, dass Nell mit drei Elfen in einem Kreis gefangen ist und diese sie nun mit verwunschener Musik dazu zwingen, zu tanzen. Warwick, der nicht daran denkt, dass er die Elfen nicht sehen kann, greift nach Nell und versucht sie heraus zu holen, fällt aber selber in den Kreis. Er muss ins Elfenreich, aber Nell, die sich irgendwie befreien konnte, hängt nun in einem roten Beerenbusch, welcher sie vor den Feen beschützte. (In dem Buch schützt es vor Elfen, wenn man seine Kleidung umdreht und ggf. rot trägt.)
Red, die bisher aus freien Stücken in der Elfenwelt war und sofort von einer Heckenhexe gefangen genommen wird, ist bis Warwick dort auch auftaucht mit einem tückischen Elfen eingesperrt. Kurz nachdem Warwick auch gefangen nommen wurde und sich zu ihnen “gesellte”, wurde die Heckenhexe, die Red als neuen Umhang (eine Art Zauber, mit der sie sich verkleiden kann und dann so aussieht, wie das, was sie verzaubert hat) benutzen will, vergiftet. Es hängt mit Red zusammen – Was sich im Endeffekt als sehr nützlich herausstellt.
Nun gut, nachdem Florence, Tanya und Fabian den beiden Wächtern Raven und Gredin von dem Verschwinden von Nell und Warwick erzählt hatten, machten die beiden, also Gredin und Raven sich in der Welt auf die Suche nach Warwick und Nell.
Beide treffen Red und Warwick – der sich aber von ihr Stich nennen lässt – in einem Wald und rasten zusammen. Eigentlich wollten sie Warwick direkt zurück nehmen, für Red sagten sie, dass sie noch für sie sorgen würden. Doch: Red will nicht zurück, bevor sie ihren Bruder hat und Warwick will auch nicht zurück, da er, kameratschaftlich, versprochen hat, ihr zu helfen.
Nun machen sich die vier also auf den Weg, zum Schloss der Elfen. Sie müssen sich beeilen – Es ist nicht mehr lange bis zu Samhain (Halloween), die Nacht, in der sich die Herrschaft des Seelie-Hofes auf den Unseelie-Hof  überträgt. Wenn Red auf dem Unseelie-Hof eine Audienz bekommt, dann ist sie sich sicher, dass sie ihren Bruder nicht wieder zurück bekommt.
Sie will keine Audienz an dem “Hof der Verdammten” – also reiten die vier einen schnellen, harten Ritt. Sie kommen noch pünktlich, aber da in der Nacht des Samhains beide Hofe regieren, müssen die Herrscher eine Möglichkeit zusammen austüfteln.
Aber Red bekommt, auf den Blick, alles was sie wollte: Sie würde ihren Bruder zurück bekommen. Aber leider müssen sie und Warwick erst einmal aus einem Säckchen jeweils zwei Steine ziehen, da beide die Nummer eins gewürfelt hatten. Red zieht das Herz – Warwick die Suche.
Daraufhin lassen die Wachen ihre Sachen durchsuchen und der Herrscher des Unseelie-Hofes kommt auf die Idee, das Armband, das sich bei Warwick befand, aufzuteilen. Es ist das Armband der 13 Schätze der Elfen und so meint er, es würde perfekt passen. Und so  muss Red die 13 Anhänger finden – Die alle eine Bedeutung haben (beziehungsweise einen Zauber) der nun umgekehrt ist. Das heißt zum Beispiel, das Schwert, das vorher Freude und Erfolg versprüht hatte, verbreitet nun Misserfolg und Unbehagen. So muss sie – mit Tanya und Fabian, da sie sich mit ihnen zusammenschließt – die 13 Schätze möglichst schnell finden, da die drei nicht unter die mächtige Gewalt der “13 Flüche” (s. englischer Titel “Thirteen Curses” (dt. Dreizehn Flüche)) gewalten wollen.
Doch Red hat, auch wenn sie so sehr mit der Elfenwelt bewandert ist, eins vergessen: Vertraue nie einem Elfen.

Die Handlung ist einfach nur toll. Es ist zwar nicht selten, aber ich finde es schön, dass Frau Harrison die Feen man von ihrer bösen Seite gezeigt hat und die Leser mit ihrer Art regelrecht begeistert (natürlich nur soweit, wie man das eben mit bösen Wesen machen kann).
Das Finden dieser “13 Flüche” ist zwar offentsichtlich und – vielleicht leider – ziemlich “einfach”, aber dennoch denkt der Leser nicht, dass Frau Harrison dies irgendwie hätte besser gemacht können. Tanya, Warwick, Florence, Red und Co. wachsen einem durch die Handlung einfach viel zu sehr ans Herz!
Da die Bücher eigentlich aufeinander aufbauen, hätte ich vielleicht nur eine kleine Sache zu meckern: Man erfährt nicht, wieso denn genau Red und Tanya in der Nacht des Elfentausches in dem Wald wahren. Vielleicht hat Michelle  Harrison es so gewollt, dass sie beiden vielleicht nur zufällig da wahren oder es einfach garkeinen Grund gibt, aber – jedenfalls ich als Leser – wünsche mir dann zum Beispiel einen eheren Grund. Ich finde, es ist eher unwahrscheinlich das dies alles “zufällig” passiert, gerade da die beiden sich so sehr mit den Elfen auskennen und dann bestimmt auch wussten, dass sie sehr in Gefahr wären, wenn sie in dieser Nacht unterwegs wären? Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine.
Dennoch: Das ganze Buch über kommt wirklich keinesfalls eine Stelle vor, bei dem der Leser sich langweilt. Egal, wie man es sieht, Harrison hat mit dieses Buch von Anfang bis Ende wirklich sehr, sehr spannend gemacht.

Frau Harrison versteht es, einem die Charaktere mit Aktionen näher zu bringen. Man wird nicht mit mageren Beschreibungen der Personen befriedigt sondern erfährt genau wieso, weshalb, warum die Charaktere Harrisons denn eben so sind.
Red beziehungsweise Rowan  ist, zum Beispiel, nicht ohne Grund so stark und so weiter geworden: Sie versucht sich, mit ihrer vorgegebenen Coolness scheinbar zu schützen. Vor den vergangenen Ergebnissen. Dies kann man bestimmt auch auf andere Charaktere wieder zurück führen.
Sonst kann ich zu den Charakteren auch nur sagen, dass einem alle Charaktere – zumindestens mir – sehr an das Herz wachsen. Sie sind so individuell, so besonders? Ich denke, dass dies ein besonderer Pluspunkt für den Leser ist, da dies ja nicht bei jedem Buch so ist!

Der Schreibstil von Frau Harrison ist nichts besonderes, stört den Leser aber auch nicht. Er ist nicht zu schwer oder zu leicht, er ist nicht zu ausschmückend und nicht zu einfach – er ist einfach ganz okay. Der Leser ist einfach zufrieden mit dem Schreibstil, hat nichts zu meckern und so weiter.

Mein Fazit:

Das Buch würde ich definitiv einem Freund weiterempfehlen! Zwar hat man eben diesen winzigen Minuspunkt, aber der Leser findet sich selber damit ab, da das Buch sonst einfach so toll ist. Also los, besorgt es euch 🙂

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