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[Rezension] Viehl, Lyn – Darkyn: Versuchung des Zwielichts (Darkyn, #1)

July 3, 2010

Infos:

Autor: Lyn Viehl
Originaltitel: If Angels burn
Reihe: Darkyn
Genre: Fantasy
Preis: 9,95€
Seiten:390
Verlag: Lyx-Egmont
ISBN: 978-3-8025-8269-1
_______________
Hiermit bedanke ich mich herzlichst bei dem Lyx-Egmont Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Beschreibung:

Dr. Alexandra Keller ist eine erfolgreiche Schönheitschirurgin, die ihre Praxis auch des Öfteren für Bedürftige kostenlos zur Verfügung stellt. Eines Tages erhält sie einen Anruf von dem Millionär Michael Cyprien, der dringend ihre Hilfe braucht. Als sich Alexandra weigert, seinen Fall zu übernehmen, lässt dieser sie kurzerhand entführen. Was Alexandra nicht weiß: Michael ist ein vierhundert Jahre alter Vampir. Er wurde von seinen Feinden furchtbar entstellt, doch seine raschen Heilungskräfte machen eine Operation nahezu unmöglich. Alexandra muss all ihre Fähigkeiten als Chirurgin aufwenden, um ihm zu helfen.

Rezension:

Bewertung:
Darkyn #1: Die Versuchung des Zwielichts von Lyn Viehl ist wieder ein Buch, das ich zwar nicht zu meinen Lieblingsbüchern zählen werde, aber definitiv nicht davon abrate, das Buch zu lesen!

In dem Buch geht es um eine eigensinnige, recht schwierige (wie sich im Laufe des Buches herausstellt) Schönheitschirugin, Alexandra Keller. Sie hat außerdem noch einen Bruder, der im Laufe des Buches eine “große” Rolle spielt, nämlich Vater John Keller. Sie hilft armen Leuten, auch, wenn sie dadurch sehr gestresst ist und stellenweise kaum Geld dafür bekommt.
Auch wenn sie das Geld, was Michael Cyprien – ein anscheinend sehr “verunstalteter” Patient, der dringend ihre Hilfe braucht – ihr anbietet, lehnt sie es immer wieder ab. Sie hat das Gefühl, es dort mit einem arroganten Typen zutun zu haben, welchen sie natürlich nicht betreuen will.
Doch wie es aussieht, hat sie keine Wahl. Sie wird von seinen Leuten aus ihrer Stadt entführt und nach La Fontaine – Michael Cyprien’s eindrucksvolles Haus, gebracht. Auch wenn sie versucht, abzuhauen beziehnungsweise sich gegen die auf sie dumm wirkende Elaine, eine Art Sekretiärin Michaels und Michaels Beschützer, Phillippe, zu wehren, kommt sie nicht dagegen an. Sie will nicht sterben – Also behandelt sie Cyprien, der ein besonders schwerer Patient zu sein scheint – Er heilt, sobald etwas seine Haut durchtrennt. Doch Alexandra schafft es, sie ist außerdem überrascht von ihrem eigenen Werk.
Nachdem sie nun die Operation erfolgreich beendet hatte, hatte sie eigentlich vor, wieder zu gehen. Aber Elaine und Phillippe lassen sie mit Cyprien alleine, der aufeinmal ein ganz anderes Gesicht hatte. Erst kann sie sich vor Verlangen nicht mehr halten, auch, wenn Cyprien sie in diesem “Liebesakt” fast umbringt.
Cyprien, der plötzlich von Schuldgefühlen gefangen ist, versucht Alexandra noch zu retten und injeziert ihr sein Blut – Was bedeutet, das sie zu seiner Art werden würde, zu einer Darkyn.
Später stellt er aber entsetzt fest, das Phillippe und Elaine Alexandra wieder nachhause gebracht haben. Er macht sich Sorgen darüber, was mit Alexandra passiert und sucht sie… Und nicht ohne Grund. Alexandra, die von ihren komischen Symptomen die nach der nacht mit Cyprien aufgetaucht sind erschreckt ist, versucht alles, damit die Verwandlung aufhört. Damit regt sie die Interesse in einem mächtigen Darkyn namens Richard – Ein Mensch, der halb Darkyn und halb Mensch ist, scheint ihm sehr interessant. Er will mit ihr eine neue Rasse bilden.
“Nebenher” läuft noch die Geschichte von ihrem, oben erwähnten, Bruder, der eigentlich ein ganz normaler Priester war. Er wollte seinen  Beruf verlassen, wird aber in der “letzten” Minute von seinem Vorgesetzten – Ein Mann namens Hightower – davon abgehalten, dies zu machen. Er sagt, John wäre etwas besonderes, weswegen er ihn in die Gruppe, die scheinbare Vampire – also die Darkyn – jagt. Er muss eine harte Aufnahmeprobe bestehen, kommt aber später in die Gruppe (Jedenfalls scheint es so).
Insgesamt laufen in dem Buch mehrere Geschichten nebeneinander, die ich natürlich nicht alle aufzählen kann. Aber diese beiden Geschichten, die ich dort aufgezählt habe, sind die “wichtigsten”.

Fangen wir einmal bei der Handlung an. Wenn man die letzten 200-390 Seiten beachtet, macht die Handlung insgesamt schon etwas her. Aber die ersten Paar Seiten (ich kann leider nicht genau sagen, von wann bis wo), also die Zeit, in der Alexandra zu Cyprien “geht” und dann später mit ihm “schläft”, passiert vieles, was der Leser nicht unbedingt deuten kann.
Als Alexandra zum Beispiel mit Cyprien ungewollt im Bett landet, kann man nicht genau sagen, was genau num dort passiert. Es wird sehr viel beschrieben, wie die beiden sich anfassen und Alexandra durch den Duft, den Michael aufeinmal “produziert”, sagen wir einmal, hypnotisiert ist. Da dies im Übermaß beschrieben wird, bekommt der Leser – einfach gesagt – garnicht mit, wie Cyprien Alexandra nun beißt. Sehr verwirrent, also. Dies passiert nicht nur einmal im Laufe des Buches, was sehr, sehr schade ist im Anbetracht der eigentlich sehr orginellen Geschichte.
Was meiner Meinung nach auch noch sehr schade ist, das, da in dem Buch ein “wechselnder” Erzähler in der Erzählerform herrscht, manchmal Handlungstränge verwischen beziehungsweise verwirrt erzählt werden. Man muss sich sehr viele Geschichten auf einmal “merken”, zum Beispiel die von Alexandra (Natürlich), Michael, John, Lucan, Richard und und und.
Natürlich, dies kann auch etwas gutes sein. Leider hat Frau Viehl dies hier nicht perfekt beziehungsweise gut genug umgesetzt.
Wie ich schon mal angedeutet habe, wenn man die ganzen Fehler des Buches nicht beachtet, macht die Geschichte schon was her! Der Leser kriegt, wenn er sich die Gründe denn mal merken kann, immer gute Gründe wieso dies und das passiert.
Es kommt nie (abgesehen von dieser Sache, die ich euch eben erklärt habe) vor, das jemand sich fragt oder denkt, das jetzt Unsinn in dem Buch geschehen würde.

Der Schreibstil hat für mich nichts damit zutun, wie Viehl das Buch so verwirrend gemacht hat. Ich finde, sie hat einen einfachen – jedenfalls in den meisten Situationen – Schreibstil, der dem Leser auf Anhieb gefällt.
Durch ihn kann man sich auch gut in die Personen versetzten, da sie zwar nicht übermäßig auf die Gefühle eingeht, man aber nie das Gefühl hat, das sie die Gefühle zu wenig beschreibt.
Vom Raum- und Ortsehen kann man auch nicht meckern – Viehl versorgt einen mit genug Infos um sich ihre Umgebung vorzustellen, aber nie so viel, das es “lästig” sein würde.

Was die Charaktere angeht, geht einem Alexandra leider im Laufe des Buches teils teils sehr auf die Nerven. Sie scheint sich immer wieder gegen Michael zu wehren, auch, wenn sie ihn offentsichtlich auch “will”.  Sie überrascht einen in intimen Situationen, in dennen sie einfach wegläuft. Scheinbar hat sie keinen Grund, doch Viehl gibt den Grund, dass sie Michael nicht ausstehen kann – Was dem Leser unwahrscheinlich scheint.
Dennoch: Die sarkastische, ironische Art Alexandras gefällt mir persönlich sehr. Sie zeigt ihre Abneigung ihrem Bruder gegenüber offen, schämt sich für nichts und hat auch nie Angst, selbst wenn Michael sie bedroht.
Auch, wenn vielleicht nicht jeder mit Viehls Charakteren klar kommt, lernt man sie gut kennen und stellenweise auch lieben. Man weiß aber genau, wen man nicht und wen man mag, was für mich auch noch ein kleiner Pluspunkt ist, da Viehl so beweißt, das sie verschiedene Charaktere erschaffen kann.

Mein Fazit:

Das Buch hat zwar seine Macken, dennoch: Ich würde es einem Freund empfehlen. Ob er es jetzt nun mag, oder nicht, das ist immernoch seine Sache – Ich, jedenfalls, habe es nicht bereut, das Buch gelesen zu haben!

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