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[Rezension] Bargmann, Carina – Sayuri

June 12, 2010

Infos:

Autor: Carina Bargmann
Originaltitel: Sayuri
Reihe: /
Genre: Fantasy (/Liebesgeschichte)
Preis: 18,95€
Seiten: 515
Verlag: Arena
ISBN: 978-3-401-06446-8
_______________
Hiermit bedanke ich mich herzlichst bei dem Arena Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!
 
 
Beschreibung:

Eine alte Prophezeiung zwingt Sayuri und Marje, in die Wüste zu fliehen. Das Wasser des Flusses Shanu droht zu versiegen und der Stadt den Tod zu bringen. Als sie dem Neffen des verhassten Herrschers begegnen, nimmt ihr Leben eine unvorhergesehene Wendung. Denn Kiyoshi ist auf der Suche nach der Auserwählten, von deren magischer Gabe das ganze Schicksal der Kaiserstadt abhängt.

Rezension:

Bewertung:
Auch wenn Sayuri von Carina Bargmann ein annehmbares Buch ist, hätte ich viel mehr davon erwartet, ganz alleine von den vielen guten Bewertungen bei Amazon und den vielen Rezensionen, die so von dem Buch schwärmen. Vielem kann ich da leider nicht zustimmen!

Das Wasser des Flusses Shanu, der durch ein Königreich fließt, droht zu versiegen. Es scheint so, als würde der Fluss das ganze Königreich mit Wasser versorgen, die Liganer, die reichen Menschen aus dem Reich und auch die Taller, die meist sehr arm sind. Was die Tallerin Marje nicht so sieht: Sie denkt, das der Kaiser sich nur um die reichen Menschen aus dem Reich kümmert, und die Taller elendig verrecken lässt. Kiyoshi ist der Neffen des Kaisers – der sich aber hinter seinem Bruder Miro um die Quelle des Flusses kümmert, und Soldat im Reich. Eines Tages erwischt er Marje dabei, wie sie sich vom Palast stielt und hilft ihr, aus einem Grund, den er selber nicht begreift. Marje aber, ganz hasserfüllt gegen ihn, sticht im mit einem Dolch in den Brustkorb und haut dann ab. Er überlebt, hat aber lange mit der Wunde zu kämpfen.
Kurz darauf passiert das Schlimmste, was für die Taller passieren könnte: Da der Kaiser immer schwächer wird, und der Fluss Shanu anscheinend immer weiter sinkt, beschließt Miro, alle 16 Jährigen aus dem Reich zu verbannen. Natürlich trifft er da auf sehr viel Widerstand, aber entgegen den Vermutungen der Taller lässt er auch Liganerkinder verbannen…. Doch das alles scheint nicht zu stimmen, das, was wirklich der Grund der Verbannung der Kinder ist eine Freundin von Marje, Sayuri.

Ich will natürlich nicht zuviel über die Handlung vorher nehmen, aber auch wenn ich von dem Buch reichlich enttäuscht bin, hat es eine sehr außergewöhnliche Handlung. Sie ist wirklich schön, doch leider hat die Autorin dies, meiner Meinung nach, nicht sehr gut umgesetzt.

Ein Grund ist ihr Schreibstil. Bei dieser wirklich zauberhaften, tollen Handlung wünscht man sich natürlich einen ausschmückenden, schönen Schreibstil der, wenn es nötig ist (Wie z.B. am Anfang, wo Marje und Milan über eine Kristallbrücke gehen) alles eingehend beschreibt. Leider macht dies Frau Bargmann aber nicht. Sie beschreibt alles sehr kurz und knapp, was einem natürlich gefallen kann, mir aber definitiv nicht.
Durch diesen einfachen Schreibstil wird das Buch schnell öde und in gewisserweise zur “leichten Kost” – Deswegen hat man das Buch auch relativ schnell durch. Dieser leichte Schreibstil verführt einem aber auch dazu, die Seiten nur zu überfliegen bzw. nicht wirklich eingehend zu lesen.
Wie gesagt, ich könnte einige Szenen aufzählen, die wirklich an mehr Beschreibung gebraucht hätten. Da dies meistens fehlt, fehlt auch die ganze emotionale Schiene. Der Leser wird davon nicht in den Bann gezogen, muss sich selber vorstellen, was die Charaktere fühlen. Wenn dann mal die Gefühlslage der Charaktere beschrieben wird, ist sie meistens fehl am Platz. “Auf einmal” kann Frau Bargmann da wirklich beschreiben, was sie aber nie an den Stellen anwendet, wo sich der Leser wünscht, mehr Gefühl zu haben, sondern an solchen, wo etwas eher unwichtiges passiert.

Wie schon erwähnt, die Handlung des Buches ist eigentlich sehr schön. Wenn man davon absieht, das Carina Bargmann eher nicht durch ihren Schreibstil überzeugt, kann man das Buch durchaus lesen. Aber durch diesen großen Minuspunkt durch ihre Schreibart, kann man das Buch eben nicht gänzlich genießen. Doch auch die Handlung hat ihre beiden Minuspunkte, die für mich auch sehr ausschlaggebend sind.
Der Buchanfang ist sehr überstürzt. Der Leser wird wirklich extrem ins Handeln reingeschmissen und kann sich erst in den ersten 50-60 Seiten wirklich einfinden. Marje und ihr Bruder Milan befinden sich in einer Zinade – einer Art Kontrollquelle von dem Wasser, das im Shanu fließt, was man erst viel später was sie da getan haben, beziehungsweise wieso.
Das der Leser in die Handlung ziemlich “reingeschmissen” wird, ist meiner Meinung nach ein fehlgeschlagener Versuch von Frau Bargmann, Spannung aufzubauen. Der Leser weiß nur nicht, um was es geht und versteht, wie gesagt, den Anfang erst später. Dieser Anfang hätte mir fast die Lust am Lesen des Buches genommen, was wirklich schade finde.
Oder am Ende des Buches stirbt eine ganz bestimmte Person, ganz plötzlich und ohne, das der Leser es irgendwie sofort wahrnimmt. Diese Person ist – Ich hoffe, ich verrate nicht zu viel – sehr wichtig in dem Buch, und als diese Person stirbt, wird nicht einmal beschrieben, das sie irgendeinen Schmerz empfindet. Nach Bargmanns Wörtern fühlte sie sich aufeinmal schwerfällig und müde, von einem Stich ist nie die Rede.

Auch wenn ich soviel an dem Buch zu meckern habe, waren die Charaktere wirklich sehr toll. Man hat sich trotz fehlender Schreibstilkünste mit ihnen identifiziert und hat sie sofort ins Herz geschlossen. Außerdem sind sie alle sehr, sehr verschieden und gut ausgebaut.
Marje überzeugt einem mit ihrer imposanten Art und auch wenn sie manchmal sehr… stark reagiert, denkt der Leser nie, das sie wirklich überreagiert. Bargmann zeigt ihre sanfte Art, ihren Sinn für Gerechtigkeit aber auch ihren Willen, für die, die sie liebt zu kämpfen.
Kiyoshi fasst man auch sofort ins Herz. Er ist zwar der Neffe des Kaisers – Zumindestens scheint es so, zweifelt aber ganz offen an Miros Verhandeln und geht ihm auf auf den Leim. Man findet es nicht merkwürdig, wieso er Marje hilft – Man versteht es irgendwie, auch wenn es keinen “wirklichen” Grund gibt. Man fühlt mit ihm, da seine Welt zu diesem Moment wirklich auseinander bricht.
Sayuri – das kleine, grauhaarige, bleiche Mädchen das mit ihrer stummen Art – gewinnt man richtig lieb, genau wie Yuuka und Suieen, die Marje, Sayuri und Kiyoshi erst später in der Wüste

Nicht zu vergessen das Irrlicht Shio, das man im Laufe der Geschichte richtig lieb gewinnt.
Auch die Kreaturen, die Bargmann erschafft, sind sehr liebenswert. Man hat zwar am Anfang eventuell seine Probleme, die ganzen Kreaturen auseinander zuhalten (Da man auch meistens erst später Erklärungen bekommt, was das genau für Wesen sind, von dem einem da gerade erzählt wird).
Wilijare, Zentauren und natürlich die schrecklichen Söldnerklans mit ihren riesigen Echsen (der Name dieser Kreaturen fällt mir grad leider nicht ein, tut mir leid!), die man vielleicht nicht ganz so lieb gewinnt.

Mein Fazit:

Man kann das Buch definitiv lesen, darf sich aber nicht große Hoffnungen auf ein unglaubliches Buch machen. Das Must-Read ist es also nicht!
Auch wenn mir das Buch nicht so gut wie die vorherigen Rezensionsbücher von Arena (“Echte Feen, falsche Prinzen“, “Take me there: Eine Geschichte zum Verlieben”) gefallen hat, bedanke ich mich jetzt nocheinmal herzlichst bei Frau Bluemcke, die die drei Bücher für mich ausgesucht hat!

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