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[Rezension] Heitmann, Tanja – Morgenrot

April 12, 2010
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Infos:

Autor: Tanja Heitman
Originaltitel: Morgenrot
Reihe: /
Preis: 8,95€
Genre: Fantasy
Seiten: 496
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3453532809

Beschreibung:

Als die junge Studentin Lea in der Villa ihres Professors auf Adam trifft, ist sie vom ersten Augenblick an gebannt. Adam ist unwirklich schön, schweigsam – und er hat ein tödliches Geheimnis: Er ist von einem Dämon besessen, der ihn dazu zwingt, Lea auf die dunkle Seite zu ziehen. Doch mit aller Macht kämpft er dagegen an. Denn er liebt Lea. Eine Liebe, in der ein einziger Kuss alles verändern kann.

Meine Meinung:

Bewertung:

Spielt man mit dem Gedanken, sich das Buch Morgenrot zuzulegen, sollte man sich definitiv nicht auf den Buchrückentext verlassen, da dieses Buch doch sehr von der Beschreibung abweicht. Vielleicht kommt es einigen vor, als wäre es ein weiterer Liebesvampirroman à la Bis(s), was aber nicht zutrifft. Auf dem Buchrücken wird mit dem dem Satz ‘Kann man einen Vampir lieben?’ geworben (was in dem jetzigen Vampirhype wohl eher die Kaufzahlen steigern sollte), in dem Buch allerdings geht es keines falls um Vampire, jedenfalls wird nie das Wort benutzt, und wenn, dann nur selten.
Die Leute, die sozusagen die Vampire sein ‘sollten’ werden hier so genannt, dass ein Dämon in ihnen ‘lebt’ und will, dass sie Blut trinken, aber nicht, das sie Vampire sind. Ich finde, das dies ziemlich Enttäuschend ist, da es sich ja offentsichtlich um eine Vorgaukellei handelt.

Die ersten paar Seiten sind vielversprechend – Man lernt die Protagonistin kennen und trifft bald auf den anziehenden und schweigsamen Adam. Aber der Eindruck schwangte bei mir schnell – Die Seiten wurden immer langweiliger. Man lernt zwar Adam und Lea dadurch näher kennen, einem wird dann doch schnell klar, dass die Handlung (wenn man absieht, dass es sich um einen Dämonen/Vampir Roman handelt) sehr unwahrscheinlich ist. Lea verliebt sich nach einem Treffen mit Adam unsterblich in ihn, ohne etwas von ihm zuwissen geschweigedenn lange mit ihm geredet zuhabe. Ja, klar. Ganz abgesehen davon, dass dies eher unwahrscheinlich ist, kommt im ganzen Roman kaum Gefühl rüber.
Wie gesagt, durch die Beschreibung könnte die Möglichkeit des Vergleichens mit der Buchreihe von Stephenie Meyer vorkommen. Wenn man sich deswegen auf Romantik und eine ‘packende’ Liebesgeschichte freut sollte seine Finger davon lassen. Denn Morgenrot ist alles anderes als packend und wenn denn man Romantik vorkommt, wirkt sie schnell, wie alle anderen Situationen und Gefühle (sei es denn ‘lustige’ Szenen) gespielt sind. Es gab soviele, wirklich schöne Szenen, die man mit mehr Gefühl auf zum Gänsehautfeeling hätte bringen können, aber dies wurde nicht genutzt. Zum Beispiel da, als Adam seinen Freund Etienne verliert spürt man kaum etwas. Nicht einmal ein bisschen Tränen hatte ich in den Augen, was sehr schade ist, meiner Meinung.

Also plätschert die Handlung die ersten 300 Seiten so vor sich hin, bis aufeinmal eine komische Wendung hingelegt wird. Vielleicht wollte Tanja damit erreichen, Spannung aufzubauen, was ihr aber kläglich versagt. Die Wendung klingt erzwungen und irgendwie so, als hätte Tanja die ersten 300 Seiten so ein bisschen ‘vor sich hingeschrieben’ und am Ende plötzlich eine Idee bekam, wie sie das ganze noch retten konnte. Was ihr, wie ich schon gesagt habe, nicht gellungen ist. Wenn sie diese Wendung etwas früher und vorallem mehr Gefühl eingebracht hätte, hätte man dies vielleicht noch als okay einfinden können. Zu den Charakteren habe ich natürlich auch noch etwas zusagen. Allesamt wirken sehr stereotypisch und haben nicht wirklich einen Wiedererkennungswert. Lea, die sehr als Einzelgängerin hingestellt wird, wird einem schnell überdrüssig. Wieso erzählt sie Megan, die sie beschützen muss, nicht davon, dass ihre Freundin in Gefahr schwebt? Weil anscheinend klar gemacht werden will, dass Megan nicht auf ihrer Seite steht (was ja auch rauskommt, hier aber wird kläglich versucht, einen Deut darauf zugeben). Und außerdem scheint mir der vorhergehende ‘Kampf’ zwischen Lea und Megan eher darum zugehen, dass Lea eifersüchtig ist.
Zu Adam – Kurz gesagt: Ich hätte mehr erwartet. Der Buchrücken täuscht einen da wiedereinmal, denn ich hätte eher einen Mann erwartet, der Lea sofort umwerbt, da er ja, wie angegeben, von seinem Dämon dazu gezwungen wird, Lea auf die ‘dunkle’ Seite zuziehen.

Mein Fazit:
Also mein Eindruck ist so oder so der, das Morgenrot nur so liebelos hingeklatscht wurde. Platte Figuren, unwahrscheinliche Handlungen und vorgegaukelte Liebe. Ich ärgere mich im Nachhinein sehr, dass ich mir das Buch zugelegt habe, denn ich hätte das Geld wirklich sparen können!

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